Izumi        
       
   

Idee
Im Gegensatz zu den anderen Räumen, z.B. den Fluren, in denen viele Schüleraktivitäten gezeigt werden, soll das Haupttreppenhaus
eine ruhige, geschlossene Räumlichkeit anbieten. Durch die Farben, das Licht und die Bildersprache wird eine besondere Atmosphäre
geschaffen, in der man die Elemente „Farbe“ und „Licht“ erleben und darin eintauchen kann. Normalerweise ist ein Treppenhaus lediglich
ein funktionaler Übergang zwischen Etagen. In der Albschule leben Schüler, Lehrer und Eltern einen intensiven Alltag miteinander, der sehr
lebendig, bunt und mit viel Energie angefüllt ist. Hier soll das Treppenhaus ein Raum sein, in den diese Energie weitergeleitet oder auch
aufgelöst und mit neuen Phantasien und Impulsen erneuert wird.

Konzept
Bevor man vom Flur des EG durch die Öffnung in das Treppenhaus eintritt, wird die atmosphärische Räumlichkeit durch die Farbigkeit der zwei
Wände und den Durchblick auf die blaue Leuchtfläche vermittelt. (Foto 1)
Das Treppenhaus wird durch die drei Bilder, die auf Leuchtkästen montiert sind, mit Lichtreflexionen erfüllt. Auf dem 1. Bild sieht man
weiße Lichter, die wie im Meer nach außen auszulaufen scheinen. Auf Bild 2 reflektieren sich gelbliche Sterne in der Luft. Auf Bild 3
bewegen sich plastische Rundformen mit Sternen in der Horizontalen.
Dieser Zusammenhang hat eine steigernde Wirkung: ruhendes Waser – Blütensterne in der Luft – Energiegeladene Formen.
Lichtreflexionen mischen diese Farbigkeiten im Raum. (Foto 2-4)
Vom Flur des OG sieht man durch die Fensteröffnungen einen Teil des Rosatons der Wand und die rote Leuchtfläche, die wiederum die
Farbigkeit der Gänge im OG reflektiert.
Die Größe und das rhythmische Einsetzen der Leuchtflächen sind auf die architektonischen Elemente abgestimmt. Das ergibt insgesamt
einen sehr integrierten Eindruck und vermittelt gleichzeitig, aufgrund der Inhalte der Bilder, deren Zusammenhang und durch die Wirkung
der Lichtspiele, die künstlerische Eigenständigkeit und deren Aussage.

 

Albschule Karlsruhe 2009